F95 Kulttrikot - Galerie der Trikots von Fortuna Düsseldorf
F95 Kulttrikot - Galerie der Trikots von Fortuna Düsseldorf

Trikotsammlung Extra: Bands als Trikotsponsoren

Bands Teil 2

"Der Kontakt entsteht, wenn du einen Fußball reinwirfst und dann erst mal zwei Stunden mit den Leuten kickst. Am Ende hatten wir 500 Kids um uns herum, die getanzt haben und durchgedreht sind – zu einem deutschen HipHop-Song!" Marteria zum Videodreh in einem südafrikanischen Township

2015/16 - Brechraitz (Streetpunk)

 

SV Gleistal, Thüringen

Kreisoberliga

Team: Erste Mannschaft

 

Angespornt durch den Trikotdeal Heaven Shall Burns in Jena vereinbarte man in der Nachbarstadt Gleistal mit der dem Verein nahestehenden Punkband Brechraitz ebenfalls ein Trikotsponsoring.

 

Zuvor bestand der Fußballverband allerdings auf zwei kleine Änderungen am Band-Logo auf dem Trikot. "Bambule Randale" musste entfernt und der Stinkefinger durch einen Fußball ersetzt werden. Dann war es fertig, das superschicke Brechraitz-Trikot. Eine auf 60 Trikots limitierte Kauf-Edition war innerhalb einer Woche restlos vergriffen.

 

TeBe Eichkampgirls Collection

1 Verein, 4 Bands!

"Das Schöne ist, in Berlin kennt jeder irgendwie jeden und als das mit Plan B anfing, war unser spaßiges Ziel, doch irgendwie alle Teams mit Berliner Bands auszustatten". Christian Schalow, Trainer der TeBe Eichkampgirls

2014/15 - Plan B (Rock)

 

Tennis Borussia Berlin

Team: Eichkampgirls E-Juniorinnen

 

Christian Schalow ist der Initiator einer bemerkenswerten Supporter-Riege der TeBe-Nachwuchskickerinnen aus Eichkamp, Berlin. Angefangen hat es in der Saison 2014/15. Schalow, großer Fan der Rockband Plan B, nutzte nach einem Konzert eine günstige Gelegenheit und sprach den Sänger Johnny Haeusler auf ein Sponsoring für eines der Mädchenteams an. Haeusler, selbst seit Jugendtagen TeBe-Anhänger, ließ sich nicht lange bitten, sponserte zur Saison 14/15 den ersten und 15/16 den zweiten Trikotsatz für die E-Juniorinnen. Obendrauf gab's noch einen Gig zur Saison-Abschlussfeier.

 

Das war Ansporn genug, um für die rund 60 Mädchen nach weiteren Bands Ausschau zu halten. Mit sensationellem Erfolg. Die Verantwortlichen des traditionsreichen ehemaligen Bundesligisten schafften es, drei weitere Bands als Trikotsponsoren zu gewinnen. Das rockt!

 

TeBe II - P.o.P. Pommes oder Pizza (Punk Rock)

 

Tennis Borussia Berlin

Team: Eichkampgirls D-Juniorinnen

 

Trainer Christian Schalow traf in der Berliner Musikszene auf seinen ehemaligen Klassenkameraden Ruthy Pop, inzwischen Frontmann der Punkband Pommes oder Pizza. Die Jungs von P.o.P. stiegen mit ein und sponserten 2015/16 die Trikots der D-Juniorinnen.

TeBe III - DivaKollektiv (Punk Rock)

 

Tennis Borussia Berlin

Team: Eichkampgirls F-Juniorinnen

 

DivaKollektiv sind vier Punkrockerinnen aus Berlin. Das originelle Logo auf dem Trikot stellt einen Hund dar, der eigens für die Band von dem Künstler Jan Polacek entworfen wurde. Kunst auf einem Fußballtrikot - das gab es zuletzt 2003 bei Fortuna Düsseldorf mit der berühmten Affenskulptur Jörg Immendorffs.

 

Carolita Curare, Schlagzeugerin der Band, findet das Logo auch für die Trikots passend: "Hunde sind ja im Rudel schon recht beeindruckende und durchsetzungsfähige Wesen. Genauso wie die jungen Mädchen!" Die Mädchen waren sicher nicht minder beeindruckt, als Caro zusammen mit einem weiteren Bandmitglied überraschend beim Training auftauchte, um die tollen Trikots persönlich zu übergeben.

TeBe IV - Pothead (Rock)

 

Tennis Borussia Berlin

Team: Eichkampgirls B-Juniorinnen

 

Was haben die Gründer von Pothead mit Macklemore, Nirvana und Soundgarden gemeinsam? Sie alle stammen aus Seattle. Und doch sind Pothead eine Berliner Band. Gegründet vor über 20 Jahren von den beiden Freunden Brad und Jeff, die während eines Europa-Urlaubs Gefallen an Deutschland gefunden haben und nicht mehr in die USA zurückkehrten. Berlin wurde ihr neuer Lebensmittelpunkt und von hier aus starteten sie ihre musikalische Karriere. Mittlerweile haben sie 15 Alben veröffentlicht und sogar einen Gig für den altehrwürdigen WDR-Rockpalast absolviert.

 

Als vierte Band der Eichkampgirls supporten Pothead die B-Juniorinnen. Jeff hat nicht nur eigenhändig das Logo für die Trikots der Mädchen entworfen, sondern den Trikotsatz auch höchstpersönlich an die Mannschaft überreicht.

2014/15 - Heaven Shall Burn (Metal, Hardcore)

 

FC Carl Zeiss Jena, Thüringen

Regionalliga Nordost

Team: Erste Mannschaft

 

Der Himmel soll brennen "Heaven Shall Burn" ist mit 11 Millionen verkauften Tonträgern eine megaerfolgreiche Metalcore-Band aus Thüringen. Kurz vor Ende der Saison sind sie bei dem Viertligisten als Trikotsponsor eingestiegen.

 

 

In der Saison 2015/16 setzten HSB bis zur Gewinnung eines neuen Trikotsponsors das Totenkopflogo der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd auf die Brust. Die schwarze Variante mit weißen Schulterstreifen erschien als limitierte Edition und war angeblich innerhalb eines Tages vergriffen.

 

 

Zur Rückrunde kam dann der ersehnte Sponsor aus der Wirtschaft und nahm den Platz von Sea Shepherd ein.

2014/15 - Betontod (Punk Rock)

 

TuS Borth, Nordrhein-Westfalen

Kreisliga Moers (Niederrhein)

Team: Erste Mannschaft

 

Die fünfköpfige Band Betontod aus dem knapp 50 km von Düsseldorf entfernten Rheinberg war bereits Sponsor zweier Fußballmannschaften. Beim ersten Mal kam 2006 die SV Millingen in den Genuss neuer Trikots. Zehn Autominuten entfernt hat der Rheinberger Club TuS Borth seine Heimat. Von 2014 bis 2017 unterstützten Betontod auch diesen Verein.

 

2014/15 - Incarrier (Punk Rock)

 

TSV Frauenau, Bayern

Kreisklasse Mittlerer Wald

Team: Erste Mannschaft

 

Die Punkband Incarrier wurde zwar schon 2002 aufgelöst, spielt aber damals wie heute eine bedeutende Rolle beim TSV Frauenau. Nicht nur, dass die meisten Bandmitglieder auch mal beim TSV gespielt haben, sondern der Leadsänger war sogar Mitte der 00er Jahre für 3 Spielzeiten ihr Trainer. Und das mit großem Erfolg. Der TSV stieg bis in die Bezirksliga auf. Die starke Verbindung untereinander sollte sich nun auch auf den Trikots widerspiegeln.

 

Mannschaftskapitän Marco Eller erinnerte sich an einen früheren Song von Incarrier mit dem passenden Titel „Aurer hama mir!" - Aurer das sind wir! Die Mannschaft musste nicht lange überlegen und war mit dem Aufdruck gleich einverstanden. Mit Hilfe zweier Sponsoren konnten rund 50 Trikots für Spieler und Fans angefertigt werden. Für die einen für den Zusammenhalt, für die anderen als optisches Highlight. Ein tolles Band-Trikot.

 

2014/15 - Rock im Wald (Metal-Festival)

 

VfB Neuensee, Bayern

B-Klasse Coburg (Oberfranken)

Team: 2. Mannschaft

 

"Klein, aber verdammt fein" urteilte das Musikmagazin "Metal-Hammer" über das Rock im Wald-Festival 2016. Vier Spieler des VfB Neuensee organisieren seit mittlerweile 20 Jahren auf dem Grün des Vereinsgeländes das 2-tägige Spektakel mit internationalen Bands der Stoner-Rock, Alternative und Heavy Rock-Szene. Rund 1.600 Besucher sorgen regelmäßig für einen ausverkauften Platz.

 

Gewinnabsichten haben die vier Neuenseer nicht im Sinn. Es ist mehr eine Liebhaberei von Musikfans für Musikfans. Immerhin, das Trikotsponsoring der eigenen Mannschaft haben sie sich gegönnt.

 

2014/15 - F.A.T.-X (Rock)

 

SV Waldmühlbach, Baden-Württemberg

Kreisklasse Mosbach

Team: Erste Mannschaft

 

Das badische Örtchen Waldmühlbach hat 655 Einwohner, eine Kirche, einen Fußballverein und eine Rockband. F.A.T.-X gibt mindestens einmal im Jahr einen Gig auf dem Gelände des SV Waldmühlbach. Bandleader und Vereinspräsident sind Cousins. Beide wollen das Sponsoring so lange laufen lassen, "wie die Trikots durchhalten". Daumen hoch für verdammt coole Shirts.

 

2013 - Marteria (Rap, Hip Hop)

 

Rostocker Robben, Mecklenburg-Vorpommern

DFB German Beach Soccer League

Team: Rostocker Robben

 

Der Strandfußballverein Rostocker Robben wurde 2010 gegründet. Aber erst seit 2013 haben sie dank Marterias Unterstützung eigene Trikots. Die beiden abgebildeten Sets sind match worn Trikots der 1. Stunde und ein Stück Robbengeschichte. Nicht nur wegen Marterias Sponsorenaufdruck samt Albumtitel, sondern vor allem, weil die Robben darin in der neu gegründeten DFB Beach Soccer League auf Anhieb Deutscher Meister wurden (5:4-Finalsieg gegen Beach Royals Düsseldorf) und sich für den Euro Winners Cup qualifizierten.

 

 

Marteria zählt zu den erfolgreichsten Rappern des Landes und hat außerdem an den letzten beiden Toten Hosen-Alben mitgetextet. Zu seinen Vorbildern zählen Fatboy Slim, Prodigy und Goldie. Eine illustre Künstlerrunde, die allesamt ihre Vereine als Trikotsponsoren unterstützten und auch auf diesen Seiten aufgestöbert werden können.

 

 

Das Sondertrikot "Marsi" steht für das Pseudonym Marsimoto - ein Nebenprojekt Marterias, das ursprünglich nur "als Quatschmusik" gedacht war. Die Resonanz war dann aber so positiv, dass Marsimoto mittlerweile 4 Alben veröffentlicht hat und 2015 erstmals auf eigene Tour ging. Genial das abgeänderte Robben-Logo und der Ärmelsponsor, dessen Firmenlogo vom Wikinger zum Pyro-Wikinger umgestaltet wurde. Kommentar des Vereins: "Diese Trikots werden wir nur zu ganz besonderen Spielen tragen und dann soll es brennen :)"

 

Haltestelle Bandtrikotsponsoren: Marteria, Monchi und Campino

Foto: Bastian Bochinski auf www.dietotenhosen.de

2013/14 - Feine Sahne Fischfilet (Punk Rock)

 

Rostocker FC 1895, Mecklenburg-Vorpommern

Team: A-Jugend

 

"Sie sind aktuell die wohl wichtigste Punkband Deutschlands" WDR-Rockpalast, 25.11.2016

 

Band und Verein entdeckten 2013 ihre Gemeinsamkeiten: Beide sind aus Mecklenburg Vorpommern, beide engagieren sich für eine gerechte Asylpolitik und beide sprechen sich klar gegen Rassismus und Homophobie aus. Das passte und FSF sponserten mit ihrem schicken Bandlogo auf dem Trikot die A-Jugend der Rostocker.

 

2013/14 - Dritte Wahl (Punk Rock)

 

Rostocker FC 1895

Team: B-Jugend

 

"Das war damals unser Horizont: einmal als Vorband vor Dritte Wahl spielen..." Monchi, Sänger von Feine Sahne Fischfilet

 

Nach dem Bekanntwerden des Engagements von Feine Sahne Fischfilet beim RFC fanden auch deren musikalischen Vorbilder Gefallen am Trikotsponsoring: Dritte Wahl. Einst in der ehemaligen DDR eine Underground-Band, hat sich Dritte Wahl mittlerweile mit über 1.000 Konzerten deutschlandweit einen Namen gemacht. Im August 2013 erfolgte der Ritterschlag: sie eröffneten im IGA Park Rostock das Konzert für die Toten Hosen.

 

Bei 17 Jugendmannschaften des Rostocker FC, bei dem auch der Sohn eines der Bandmitglieder kickte, war schnell ein Team für Dritte Wahl gefunden. Rund 2.000 € ließ sich jede der beiden Bands den Support kosten. Nochmal die gleiche Summe kam für den Verein aus den Trikotverkäufen hinzu.

 

Die erfolgreiche Zusammenarbeit fand allerdings keine Fortsetzung. Grund: die Bundeswehr stieg beim Rostocker FC als Werbepartner ein. Daraufhin stellten beide Bands die Unterstützung zum Saisonende ein. Feine Sahne Fischfilet begründeten ihre Entscheidung damit, dass sie "als Band keine Lust darauf haben, ein Teil der Imagepolitik der Bundeswehr zu werden".

 

2013/14 - Onkel Tom Angelripper und Sodom (Black Metal)

 

Eintracht Duisburg, Nordrhein-Westfalen

Team: E-Jugend

 

Nachdem sich in England bereits Motörhead und Iron Maiden als Trikotsponsoren einen Namen gemacht haben, war die Zeit jetzt reif für das Engagement eines deutschen Heavy-Metal-Musikers: Tom Angelripper. Tom gründete Anfang der 80er Jahre in Gelsenkirchen die Band Sodom, die zu den Pionieren und zu einer der erfolgreichsten Bands der deutschen Metal-Szene zählt (1,5 Millionen verkaufte Alben).

 

Die Verbindung zur Eintracht entstand über eine damalige Freundschaft zum Trainer der E-Jugend. Tom besuchte regelmäßig die Spiele und als die Jungs 2013 ein Turnier gewannen, belohnte er sie mit einer Geldprämie. Der Verein schaffte von dem Betrag dringend benötigte Trainingsanzüge an und ein Kumpel Toms verzierte je einen Satz mit den Schriftzügen von Sodom und Toms Soloprojekt Onkel Tom Angelripper. Die stolzen Eintracht-Knirpse wählten zum Dank Onkel Toms „Auf immer und ewig“ zu ihrer Mannschaftshymne und spielten das Stück von da an vor jedem Spiel in der Kabine.

 

Foto: Tom Such